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Accenture Campus Challenge 2012: Enterprise 2.0 - Plattformen

Type Practical course (advanced level)
Term SS 12
Mentor(s)

Die Campus Challenge ist ein von Accenture initiierter Wettbewerb für Studenten technischer und wirtschaftswissenschaftlicher Studiengänge. Die Studenten erhalten die Möglichkeit, sich mit modernen Technologien auseinander zu setzen und von der intensiven Zusammenarbeit mit unseren IT-Beratern sowie unseren Technologie-Partnern zu profitieren. Eine große Chance, aktuelles Wissen in Projektmethodik und der Lösung praxisrelevanter Anwendungsprobleme zu erwerben.

Vor fünf Jahren tauchte der Begriff des Enterprise 2.0 das erste Mal in einem Artikel des Harvard-Professors Andrew P. McAfee auf. Er beschrieb, wie die Konzepte des Web 2.0 und von Social Software auf die Zusammenarbeit in Unternehmen übertragen werden können. Dabei soll mithilfe webbasierter Software die Arbeit, insbesondere im Bereich der Informationsverteilung, effizienter gestaltet und folglich Kosten eingespart werden,

Nun stellt sich die Frage, warum Unternehmen auf Konzepte des Web 2.0 setzen sollten. Braucht man im Unternehmen wirklich Blogs, Wikis und Chats? Unumstritten ist mittlerweile, dass Web 2.0-Komponenten vor allem in der Informationsverteilung und im Wissensmanagement Vorteile mit sich bringen. Relevantes Wissen lässt sich oftmals viel besser im Internet als im unternehmensinternen Intranet beschaffen. Bereits 77 Prozent der deutschen Unternehmen experimentieren daher mit Social Software und dem Wandel hinzu Enterprise 2.0. Eine Studie der Harvard Business School belegt das Potenzial dieser Konzepte und prognostiziert eine Verzehnfachung der Investitionen in Enterprise 2.0-Plattformen bis 2013 durch zahlreiche Konzerne auf insgesamt 4,6 Milliarden Dollar.

Wie kann ein Unternehmen von den Vorteilen des Web 2.0 konkret profitieren und seine Wettbewerbsposition verbessern? Siemens macht es beispielsweise mit der Plattform TechnoWeb 2.0 vor. Mit TechnoWeb 2.0 erhält der einzelne Mitarbeiter die Möglichkeit auf einen riesigen Siemens-internen Wissenspool zuzugreifen. Der Wissenspool ermöglicht eine schnelle und gezielte Beantwortung von Kundenanfragen sowie einen divisionsübergreifenden Austausch von Spezialwissen.

Doch ließe sich das umfangreiche Wissen der eigenen Mitarbeiter oder auch der Kunden des Unternehmens nicht sogar dahingehend nutzen, Ideen oder neue Produkte zu entwickeln? Lassen Sie Ihre Gedanken einmal schweifen:

  • Wie könnten Kunden mitbestimmen, welche Produkte verkauft werden sollen und wie kann man Kundenideen für neuartige Produkte nutzbar machen?
  • Könnte man das Wissen einer Community mit Web 2.0-Mitteln für komplexe Entwicklungsprozesse verwenden?
  • Kann man “in der Cloud” professionelle Software entwickeln (lassen) und wie sollte das organisiert werden?
  • Könnte man Projekte vollständig virtuell abwickeln?

Die Herausforderungen für Unternehmen liegen bei derartigen Fragestellungen längst nicht nur in der sinnvollen und professionellen Nutzung von Web 2.0-Mitteln. Auch die Unternehmenskultur erfährt Veränderungen in der Art und Weise der internen Zusammenarbeit, aber auch in Bezug auf die Einbindung der Kunden.

Sie als Teilnehmer der Campus Challenge sind nun gefordert, sich in die Lage eines Unternehmens zu versetzen, das seine Wertschöpfungsprozesse mit dem Wissen und den Mitteln der internen/externen Online-Community verbinden will. Das Ergebnis Ihres Erfindergeistes sollte eine demonstrierbare IT-Lösung sein, die es dem Unternehmen ermöglicht, die Web 2.0-Prinzipien für die Generierung von neuen Ideen oder die Entwicklung neuer Produkte nutzbar zu machen.

Aufgaben

In einem Kick-Off-Meeting werden möglichst interdisziplinäre Teams von drei bis fünf Studierenden zusammengestellt. Danach sind die teilnehmenden Teams aufgefordert, für die von Ihnen vorgeschlagene Lösung einen Business Case sowie ein funktionales (Lastenheft/Fachkonzept) und ein technisches Konzept (Pflichtenheft/DV-Konzept) zu erstellen. Während dieser Zeit wird das Team von einem Coach von Accenture und einem Betreuer der RWTH unterstützt. Neben dem Business Case und den Konzepten ist für die Abschlusspräsentation ein Prototyp vorzubereiten, der das Prinzip der entwickelten Lösung darstellt.

Ihre Aufgabe unterteilt sich also in mehrere Bereiche:

  • Ideenfindung: Entwicklung einer Idee mit Mehrwert für potenzielle Kunden
  • Technologie und Gesamtlösung: Entwurf und Implementierung eines Prototyps, der die Umsetzbarkeit der Idee beweist
  • Verkaufsargumente: Erstellung eines Business-Plans, einer Marketing-Strategie und eines Markteinführungsplans

Besondere Hinweise zur Accenture Campus Challenge 2012 an der RWTH Aachen

Die Accenture Campus Challenge 2012 wird wie in den letzten Jahren als eine interdisziplinäre Veranstaltung gemeinsam von dem Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Operations Research (Prof. Bastian) und dem Lehrstuhl für Datenbanken und Informationssysteme (Informatik 5, Prof. Jarke) angeboten. In den Teams sollten jeweils Studenten aus beiden Fachrichtungen (Wirtschaftswissenschaften und Informatik) vertreten sein, sodass die Aufgaben innerhalb der Gruppe sinnvoll verteilt werden können.

Für die Teilnahme an der Accenture Campus Challenge bekommen Informatik/SSE/MI-Studenten einen Praktikumsschein (bzw. entsprechende Credit Points), da in diesem Jahr mehr Wert auf die Entwicklung des Prototyps gelegt wird. Voraussetzungen für den Erhalts des Praktikumsscheins sind die Mitarbeit bei der Entwicklung der Idee, beim Entwurf und bei der Implementierung des Prototyps und die Präsentation der Ergebnisse. Für den Erhalt des Scheins ist es nicht erforderlich, dass das regionale oder bundesweite Finale der Accenture Campus Challenge gewonnen wird.

Die Anmeldung für Informatik/SSE/MI-Studenten erfolgt über die zentrale Vergabe der Seminar- und Praktikumsplätze. Studenten aus dem Fachbereich Wirtschaftswissenschaften melden sich bitte über den Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Operations Research.

Der Wettbewerb wird parallel an mehreren Universitäten in ganz Deutschland durchgeführt. Unter den Teams der RWTH Aachen wird ein "regionales" Sieger-Team gekürt, das am Bundeslandfinale teilnimmt. Die besten Teams der Bundesland-Finals nehmen dann am bundesweitem Finale in Kronberg teil.

Ablauf (vorläufige Zeitplanung)

Januar/Februar 2012 Anmeldung
2. März 2012, 15 Uhr Kick-Off-Meeting: Erstes Treffen der Teilnehmer, Festlegung der Teams und ihrer Betreuer, Raum 5053.2 (gegenüber AH 6)
März - April 2012 Ausarbeitung einer Idee in den Teams
April-Juni 2012 Bearbeitung der Accenture Campus Challenge (mit Zwischenpräsentationen von Teilergebnissen)
6. Juni 2012 Regionales Finale in Aachen
Ende Juni/Anfang Juli 2012 Bundesland-Finale
Anfang Juli 2012 Finale in Kronberg

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